Achtsamkeit- was ist das eigentlich?

Achtsamkeit ist in aller Munde. Zur Stressbewältigung, um bewusster zu leben, das Leben mehr zu genießen. Doch was bedeutet das eigentlich?

Achtsamkeit ist die uns alle innewohnende Fähigkeit im gegenwärtigen Moment zu sein, ohne die äußeren oder inneren Erfahrungen zu bewerten und diesen mit Offenheit, Neugier oder Interesse zu begegnen.

Jeder Mensch lebte einmal in purer Achtsamkeit

Wir
alle haben als Säuglinge unseren Lebensweg begonnen, ohne zu denken, ohne schon
zu wissen oder zu vermuten, was gleich passiert, ohne Pläne für die nächsten
Tage oder die Zukunft, ohne To-Do Listen. Aufmerksam im Moment mit dem was
gerade ist.

Und
wir alle haben zu Beginn unseres Lebensweges keine Urteile über uns gefällt.
Wenn wir müde waren, haben wir geschlafen, wenn wir Unbehagen hatten, haben wir
geweint oder „genöckert“, wir waren traurig und froh, manchmal in derselben
Minute. Einfach so. Ohne uns dafür zu bewerten und zu beurteilen. Ohne unsere
Empfindungen und Stimmungen als falsch oder richtig einzuordnen.

Im Erwachsenenalter gerät Achtsamkeit häufig in Vergessenheit

Diese uns innewohnende Fähigkeit hat sich bei den meisten von uns, auf dem weiteren Lebensweg, zu seltenen Momenten, Glücksfällen verändert. Wir wollen dazu gehören, geliebt oder wenigstens gemocht werden, wertvoll sein für unser Umfeld. Wir wünschen uns Sicherheit und glauben an die Kontrolle über unser Leben. So beginnen wir zu funktionieren, in Tagträumen, Sorgen oder der Vergangenheit zu verweilen, statt mitten in unserem Leben, das immer nur Jetzt stattfindet.

Das bedeutet nicht, keine Pläne oder Ideen mehr zu haben, sondern wieder Offenheit zu entwickeln, dass es anders kommen kann. Und auch dem, so gut es eben geht, zuzustimmen. Aufzuhören gegen das, was sowieso schon geschehen ist, zu kämpfen.

Die gute Nachricht: Achtsamkeit kann man trainieren

Und was braucht es, um wieder zu sich selbst zu kommen? Wieder in der Gegenwart zu leben, weniger zu leiden, das Leben zu meistern, positive Verhaltensänderungen zu etablieren, sich selbst neu zu erfahren – zu entdecken, zufrieden zu leben?

Sie lernen Denk- und Verhaltensweisen, die bei Ihnen automatisch ablaufen, zu beobachten und zu hinterfragen und auf ihre Wirkung in ihrem Erleben zu prüfen. Sie lernen sich und die Signale ihres Körpers besser kennen und verstehen.

Achtsamkeit
ist ein Weg. Vielleicht sogar „der Weg“. Zumindest für mich.

ABER Achtsamkeit ist ein Übungsweg! Allein der Vorsatz achtsamer zu sein, wird nicht funktionieren. Eine Übungspraxis zu entwickeln ist notwendig (Not-wendend).

Eine Möglichkeit sich mit einer Übungspraxis vertraut zu machen, diese zu testen und über einen längeren Zeitraum hinweg mit Hilfestellungen durch erfahrene Trainer in den Alltag zu integrieren ist ein MBSR Kurs.

Ich empfehle Kursleitende  aus dem Netzwerk des MBSR Verbandes, da hier eine qualifizierte Aus- und regelmäßige  Fortbildung aufgrund der Richtlinien des Verbandes gewährleistet sind.

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